Programm der allgemeinen Politik
Programm der allgemeinen Politik 2006-2012
Das von den Mehrheitspartnern für die Legislaturperiode 2006-2012 vorgestellte Programm stützt sich auf die Leitprinzipien, die die einzusetzende Verwaltung führen werden. Solidarität steht im Mittelpunkt der Politik: Solidarität der Bürger innerhalb der Lokalgemeinde, Solidarität zwischen Generationen, Solidarität zwischen der Bevölkerung.
Unser Ziel ist es, zu immer mehr Lebensqualität und Gastlichkeit für alle beizutragen und dabei optimale Bedingungen für die Entfaltung eines jeden zu schaffen unter Beachtung von Sauberkeit, Sicherheit und Qualität der öffentlichen Gelände.
Unsere Politik wird insgesamt im Hinblick auf nachhaltige Entwicklung entworfen, die als Leitfaden und Katalysator der zu betreibenden Politik insgesamt dient.
BÜRGERSCHAFT UND BETEILIGUNG
Das Programm der Mehrheit wird sofort nach Beginn der Legislaturperiode öffentlich bekanntgegeben. Die Gemeindebehörden treffen sich mit den verschiedenen konstitutiven Bürgergruppen sowie mit den Verbänden, den Stadtteilkomittees und den Beratungsgremien der Gemeinde. Diese werden aufgefordert, ihre Reaktion auf das Programm mitzuteilen. Die Synthese der während eines Beteiligungsforums zum Ausdruck gebrachten Meinungen und Vorschläge wird den Gemeindebehörden während ihrer Legislaturperiode als „Leitfaden“ dienen. Die Erarbeitung des Budgets wird die vorgebrachten Prioritäten berücksichtigen.
WIRTSCHAFT UND ADMINISTRATIVE LEITUNG
WIRTSCHAFT, ARBEIT, HANDEL UND TOURISMUS
Eine dynamische und zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik ist ein Hauptfaktor des sozialen Zusammenhalts und des Wohlstands. In diesem Sinne werden Unternehmen mit starkem Territorialbezug gefördert und lokale Potenziale sowie das gesamte Handelsnetz, das Gastlichkeit und regen Betrieb garantiert, weiterentwickelt.
FINANZEN
Im Sinne einer strengen Verwaltung der Gemeindefinanzen setzen wir uns dafür ein, die Finanzlast während dieser Legislaturperiode global nicht zu erhöhen.
Mit dem gleichen Effekt fördert die Stadt die Deponierung von Finanzmitteln bei Bankorganisationen, deren Investitionspolitik ethischen und der nachhaltiger Entwicklung dienenden Kriterien entspricht.
LEITUNG UND VERWALTUNG
Wir werden weiterhin in Zusammenarbeit mit den Verwaltungsbehörden die den Bürgern angebotene Servicequalität verbessern, hauptsächlich im Hinblick auf Zugänglichkeit, Empfang und Effizienz der Leistungen.
INFORMATIK
Die Möglichkeit, einen Hochgeschwindigkeits-Internetanschluss auf dem gesamten Gemeindegebiet anzubieten, wird mit den potentiellen Anbietern diskutiert.
SOZIALHILFE UND GEMEINDELEBEN
SOZIALHILFE
Zur Wiederbelebung der Dynamik des CPAS achten wir besonders auf die Verwaltung des Personalwesens, die Finanzverwaltung und die Suche nach Subventionen.
Der CPAS wird rund um drei Hauptaufträge organisiert: Sozialhilfe, Dienstleistungen für Personen und sozioprofessionelle Eingliederung.
WOHNEN
In Zusammenarbeit fördern wir die Schaffung von Sozialwohnungen, erwerblichen mittel- und niedrigpreisigen Wohnungen.
Besondere Aufmerksamkeit werden wir der Renovierung von Wohnungen im Rahmen der Energiesparmaßnahmen widmen: im Sozialwohnungsbereich, im Bereich der mittelpreisigen Wohnungen und im Privatwohnungssektor.
FAMILIE UND KLEINKINDER
Wir stellen den Fortbestand des Maison de l'enfance, de la famille et de la santé (Haus für Kinder, Familie und Gesundheit) sicher und unterstützen alle Initiativen, die die generationenübergreifenden Bindungen und die Solidarität unter Familien fördern.
JUGEND
Eine an den Bürger gerichtete Erziehungspolitik – insbesondere für die Jugend – wird in Zusammenarbeit mit allen schulischen Einrichtungen der Stadt mittels eines Bürgerparcours entlang des Schulverlaufs eingerichtet werden.
Wir unterstützen Jugendbewegungen mit Aktionen der Verantwortlichkeit und demokratischer aktiver Erziehung.
Sportgelände werden der Jugend unter der Leitung eines Mitarbeiters der Jugendbehörde zur Verfügung stehen.
SENIOREN
Dienstleistungen und Aktivitäten zur Förderung des Wohnens im eigenen Zuhause von Senioren und/oder Behinderten werden getätigt und erweitert
In Bezug auf die Wohnungssituation von Senioren fördern wir angepasste und/oder generationenübergreifende Wohnverhältnisse sowie alternative Wohnformen wie Kurzaufenthalte, betreutes Wohnen ... Und in Zusammenarbeit mit dem Privatsektor werden wir ein Tageszentrum eröffnen.
GESUNDHEIT UND BEHINDERTENHILFE
Wir werden eine Koordination zwischen allen professionellen Gesundheitseinrichtungen implementieren, die sich auf schon existierende Partnerschaften stützt. Wir haben damit zum Ziel, dass alle, vom Kleinkind bis zum Senior, von der angemessensten Beratung und Pflege profitieren.
Wir werden weiterhin Straßen und öffentliche Gebäude behindertengerecht ausbauen.
SICHERHEIT
Wichtige Bemühungen wurden von der Stadt hinsichtlich Vorbeugung von Kriminalität und Verstärkung der Polizeimitarbeiterzahlen bewilligt. Die Ergebnisse hinsichtlich der Eindämmung von Kriminalität auf Gemeindegebiet sind weitgehend positiv. Es bestehen jedoch weiterhin in verschiedenen Gegenden Sicherheitsprobleme oder Sicherheitsprobleme sind kürzlich aufgekommen. Die Politik wird sich vor allem auf Vorbeugung, Nachbarschaft und den Dialog mit der Bevölkerung konzentrieren.
Auf polizeilicher Ebene werden wir weiterhin eine Anpassung an die KUL-Norm beanspruchen und dies hauptsächlich unter Berücksichtigung der Universitätskomponente unserer Stadt. Der Präventivteil der Polizeiaktion wird verstärkt, hauptsächlich durch eine größere Präsenz in der Nachbarschaft.
SPORT
Wir werden Synergien mit den Schuleinrichtungen im Hinblick auf die Nutzung der Sporthallen außerhalb der Schulzeiten entwickeln.
Das Bauprojekt der Infrastrukturen für das Baseball- und Rugbyfeld in der Avenue Baudouin 1er wird fertiggestellt werden.
Wir werden das Sportzentrum Plaine des Coquerées prioritätengerecht erweitern.
KULTUR UND BILDUNGSWESEN
KULTUR
Mit dem Ziel für die Stadt Ottignies-Louvain-la-Neuve, ihre Rolle als kultureller Pol von Wallonisch-Brabant zu erfüllen, werden wir sicherstellen, dass permanente Synergien mit den verschiedenen provinziellen und lokalen kulturellen Akteuren stattfinden.
In diesem Sinne werden wir einen „Kulturpass“ entwickeln, der Jugendlichen, Senioren und Sozialhilfeempfängern zu einem reduzierten Preis Zugang zu kulturellen Aktivitäten ermöglicht.
BILDUNGSWESEN UND AUSSERSCHULISCHER EMPFANG
Das Bildungswesen bleibt ein privilegiertes Mittel, eine Gleichheit im sozialen Umfeld unter allen Bürgern herzustellen. Im kommunalen Bildungswesen werden wir weiterhin anstreben, eine kostenfreie Schule für alle zu schaffen.
Ein Projekt „Waldkindergarten“ wird mit den kompetenten Behörden der Stadt und der wallonischen Region eingeführt werden.
Wir werden Informationsveranstaltungen für ausgeglichene Ernährung und gesunden Lebensstil organisieren und dabei weiterhin qualitätsbewusste Ernährung in den Schulkantinen fördern.
Der Kampf gegen Scheitern und Schulabbruch wird fortgeführt werden, hauptsächlich mit der Hilfe von Eröffnungen von Hausaufgabenbetreuungen in den Stadtvierteln, in denen diese noch nicht existieren.
KULTUS, LAIZITÄT, MULTIKULTURELLE GESELLSCHAFT
Wir werden darauf achten, dass das Gleichheitsprinzip für alle anerkannten Kulturen und Laizität effektiv respektiert wird und werden einen wahren Dialog zwischen unseren Mitbürgern mit religiösen oder philosophischen Unterschieden fördern.
INTERNATIONALE SOLIDARITÄT UND NORD/SÜD-BEZIEHUNGEN
Wir möchten den Initiativen der Nord/Süd-Beziehungen einen Impuls geben, hauptsächlich durch eine Erhöhung der Mittel, die durch die Stadt sowie von Partnerschaften bereitgestellt werden.
UMWELT UND LEBENSRAHMEN
FLÄCHENNUTZUNGSPLAN, STÄDTEBAU UND SCHUTZ DES ERBES
Die durch den Bau der RER (Réseau Express Régional, Schnellbahnverbindung) betroffenen Viertel werden Gegenstand einer Untersuchung zur bestmöglichen Nutzung ihrer Potenziale sein.
Um einen besseren Zugang zu Wohnsiedlungen zu schaffen, werden wir die Bereitstellung von bestimmten ZACC-Zonen (Zones d'aménagement communal concerté – vereinbarte Gemeindeflächennutzungszonen) in der Nähe der Zentren und der öffentlichen Transporte autorisieren.
Wir werden die Realisierung eines „Grüngürtels“ entlang der Dyle im Zentrum Ottignies veranlassen. Das Strukturschema und die RCU (Règlement communal d'urbanisme – kommunale Städtebaurichtlinie) werden überarbeitet und an die neuen städtebaulichen Gegebenheiten angepasst werden. Die Überarbeitung der RCU wird es auch ermöglichen, Vorschriften zum nachhaltigen Städtebau zu integrieren.
MOBILITÄT
Wir werden die Bemühungen zugunsten alternativer Transportmittel (im Gegensatz zum Auto) vorantreiben. Die Entwicklung von nachhaltigen Transportmitteln (Fußgänger, Fahrradfahrer) wird im Bereich der öffentlichen Einrichtungen Priorität haben.
Wir werden eine Machbarkeitsstudie eines regelmäßig verkehrenden Pendelbusses zwischen den verschiedenen Vierteln durchführen und ebenso die Möglichkeit des Einsatzes eines automatisierten Fahrrad-Verleihnetzes im Stadtgebiet untersuchen.
ENERGIE
Energie zu sparen und bei Benutzung auf erneuerbare Energien zurückzugreifen ist ein Muss. Die Stadt geht mit gutem Beispiel voran:
Der CO2-Ausstoss von Gebäuden und Gemeindefahrzeugen wird bis 2012 um mindestens 10% reduziert werden.
Es wird eine Einkaufszentrale geschaffen mit der Aufgabe, die Möglichkeiten des Marktes der grünen Energie zu untersuchen. Diese Zentrale wird mit den Anbietern wettbewerbsfähige Konditionen aushandeln.
NATUR UND UMWELT
Im Hinblick auf Abfallentsorgung werden die Prioritäten bei Vorbeugung und Reduzierung der zu entsorgenden Materialien liegen. In diesem Sinne fördern wir die Kompostierung im Haushalt und werden, bei Erneuerung des Abfallentsorgungsvertrages, im Pflichtenkatalog Kriterien einführen, die die weitere Reduzierung der organischen Abfälle (z.B.: Bezahlung per Gewicht) fördert.
Mit dem Gemeindeplan zur Naturentwicklung verfolgen wir die Einführung einer ökologischen Vernetzung zugunsten der Biodiversität.



